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Ich sitze in einer verrauchten, düsteren Bar, die mir vorkommt, wie aus einem dieser Roadmovies. Eine Bar wie aus einem Lynch- Film. Die Sorte Bar, vor der sie Dich in der Touri- Info warnen. Die Bar, an der Ed Gein sein letztes Blue Ribbon getrunken hat und in die Du auf keinen Fall gehen solltest, wenn Dein Auto liegen bleibt. So wie meins.
Komische Leute hängen dort rum. Die Stimmung ist unruhig und irgendwie aufgeladen. Draußen tobt ein Unwetter. Drinnen wird es hell. Aber nur auf der Bühne. 4 Gestalten erscheinen dort. 3 coole Typen und `ne hübsche Lady. Das sind die HOODOOS.

Da ich heute sowieso nicht mehr wegkomme, beschließe ich, mich dieser besonderen Stimmung des Ladens hinzugeben. Ich bestelle mir eine Flasche Gin und lasse mich fallen und trete ein in die seltsame Welt dieser Band. Höre ihre Geschichten von bedingungsloser Liebe, unerfüllter Sehnsucht, brennender Leidenschaft, grenzenlosem Wahnsinn und teuflischen Dämonen.
Diese Band ist so echt, wie die Songs, die sie spielen. Keine Golden Oldie Retro- Scheiße. Kein Klischee. Sie leben im hier und jetzt. Und man hört die perfekte Mischung aus Wahnsinn, Leidenschaft und Begeisterung.
„Coleworld“ wird mein neuer Lieblingssong. Oder doch „Act Of Sabotage“? Bei „Desire“ dämmere ich weg...
Als ich am nächsten Morgen aufwache, mein Kopf so groß wie eine Wassermelone, habe ich weder Geld, Papiere, noch Autoschlüssel. Habe ich das alles nur geträumt? Meinen nackten Oberkörper zieren Unterschriften von Anie, der Sängerin, Don Martini, dem Gitarristen, Hackman, dem Schlagzeuger und Bennyzin, dem Bassisten. Doch kein Traum.
Diesen HOODOOS – Gig werde ich nie mehr vergessen.
Seit 2004 prügeln sie Dir ihre ganz eigene Mischung aus Rock`n`Roll, Rockabilly, Punk und Wave mitten in die Eier.
Sollten sie mal irgendwo spielen – geh hin!
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